Matthias van der Minde

Matthias van der Minde

Kandidiert auf Platz 37 für den Kreistag in

Dafür stehe ich

Wir, die junge Generation, müssen mit dem Wachstumsmantra brechen! Es kann nicht sein, dass sich zwar alle Welt wortreich zum Umwelt- und Klimaschutz bekennt, gleichzeitig aber wie versessen auf den DAX starrt und über jedes Wirtschaftswachstum jubelt, obwohl dafür Öl aus den letzten Winkeln der Erde gepresst wird, Regenwald vernichtet wird und die von uns so bezeichneten "Entwicklungsländer" in ihrer Entwicklung zur Selbstbestimmung gehemmt werden, da wir sie zu Plantagen und Bergwerken für unsere Luxusgüter umbauen. Ich stehe dafür, dass wir zu Hause vorleben, wie Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen sind: durch Ortschaften und/oder Regionen, die sich durch Sonnen- und Windenergie sowie Biomasse nahezu selbstständig mit Strom und Wärme versorgen können. Durch transparente und faire Partnerschaften unserer heimischen Betriebe mit ihren Lieferanten und Abnehmern in Übersee. Durch Kommunen und Landkreise, die sich mit ihrem öffentlichen Geld nicht länger bei international spekulierenden Energieriesen und Finanzinvestoren anbiedern, sondern die durch Schuldenabbau auch unserer Generation die Chance geben, kluge Investitionen in lokale Energieproduktion und Wirtschaft tätigen zu können.

Das will ich verändern

Den Grünen wird vorgeworfen, sie befürworteten erneuerbare Energien, blockierten jedoch in ihren jeweiligen Heimatgemeinden die geplanten Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungen. Ich setze mich nicht für gigantische Projekte wie Desertec und Seatec und damit verbundene Stromtrassen ein, sondern für eine Energiegewinnung vor Ort! Zahlreiche Kommunen im ganzen Land beweisen bereits, dass es geht. Der Landkreis Kassel soll Energie sparen und gleichzeitig die verbleibende Energie durch Sonne, Wind und Biomasse selbst herstellen. Es gibt im Landkreis und Umgebung zahlreiche Firmen, Institutionen, Bürgerinitiativen und Experten, die dabei helfen werden. Mein anderes Ziel ist es, Geld in der Region zu halten. Ich habe in Kassel das regionale Zahlungsmittel "Bürgerblüte" mit ins Leben gerufen: Dieses Geld wird nur zwischen (bislang leider noch zu wenigen) regionalen Betrieben und Kunden gehandelt und kann nicht abwandern und Mensch und Natur anderswo ausbeuten, wie etwa jenes Geld, dass wir in international agierende Konzerne stecken. Investitionen in den geplanten Flughafen Kassel-Calden oder in Großprojekte vom Schlage des – zum Glück gescheiterten – Ferienresorts Beberbeck rechnen sich nicht für die Region, sondern verlangen ihr Umweltschäden und übermäßige Investitionen in die Infrastruktur ab. Es ist wesentlich klüger und im Sinne der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit, den Haushalt zu konsolidieren, in lokale und regionale Energie-Autonomie zu investieren und dabei vor allem auf kleine und mittelständische Betriebe aus der Nachbarschaft zu setzen.

Meine Hobbys

Ab Sommer 2011 werde ich zu nuklearen Abrüstungsmöglichkeiten promovieren, womit zugleich eine meiner Leidenschaften markiert ist: Der Kampf gegen Atomwaffen und Atomenergie. Dazu habe ich bereits mehrere Publikationen verfasst, etwa die Monographie "Die Atomwaffen nieder! Völkerrechtliche und zivilgesellschaftliche Wege der atomaren Abrüstung" (Hamburg 2010) oder dass Dossier "Das nukleare Zeitalter. Eine Chronologie von 1945 bis 2010" (Düsseldorf 2010). Mehr dazu gibt's auf meiner Homepage. Neben diesem explizit politischen Hobby reise und zelte ich so oft es geht, vor allem mit meiner Freundin. Sport ist auch ganz wichtig, im Moment ist es bei mir Schwimmen und Fahrradfahren, Letzteres vorzugsweise im schönen Nordhessen. Außerdem organisiere ich gerne: Vor zwei Jahren habe ich mit meinen besten Freunden eine interdisziplinäre Tagung mit vielen Studierenden und Wissenschaftlern in Marburg veranstaltet, zu der kürzlich die Aufsatzsammlung "Von Platon bis zur Global Governance: Entwürfe für menschliches Zusammenleben" (Marburg 2010) erschienen ist.

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